Geschichte vom EDERER
Das weit nach Süden offene Tal, die fruchtbaren Hügel und die schützenden Berge im Norden lockten die Menschen schon früh in diese Gegend. Das beweisen erste Funde wie ein Norikermesser in Ponigl (ca. 1000 Jahre v. Chr.) und Römersteine.
1295
Vom Mittelalter an bis Ende des 18. Jh. war der Weizberg auch eine weithín bekannte Wallfahrtsstätte, im Seckauer Bistumsurbar aus dem Jahre 1295 werden die Abgaben der Bewohner von Weiz und Umgebung an den Bischof verzeichnet.
1495
Die erste Nennung des Hauses am Weizberg finden wir in einem Wechselbrief der Stubenberger (Herrschaft Gutenberg) mit Bischof Mathias von Seckau, in dem bekundet wird, dass die Stubenberger für „anderthalb Hofstatt“ am Kirchberg eine Hube in Peesen geben und eine ewige Messe in der Antoniuskapelle am Weizberg stiften.
Ein bildlicher Nachweis der Hofstatt ist auf dem Steinrelief auf der Brüstung der Doppelstiege der heutigen Kirche zu sehen.
Von 1495 bis 1848 waren die Bewirtschafter dieser Hofstatt Untertanen der Herrschaft Gutenberg
1697
Den Hinweis auf eine Gaststätte finden wir 1697 mit Urban Pruner, „Organist, Schulmaister und Gastgeb“ in den Pfarrmatriken vom Weizberg.
1777
17 A + F 77, diese Inschrift können die Gäste in der Holzdecke im alten Gastzimmer lesen. Er ist Bestätigung, dass Andreas Frieß das Gasthaus um diesen Raum - ein Jahr nach der Einweihung der neuen Barockkirche – erweiterte.
1809
Peter Frieß, Sohn von Andreas, verstarb jung und im Inventarium von 1809, welches im Veränderungsprotokoll der Herrschaft Gutenberg aufgeschrieben ist, finden wir die Räume Tafelzimmer, Gastzimmer, kleines Stübel, Tanzzimmer, Saal und Bettenzimmer.
Die Witwe Maria heiratet 1809 in zweiter Ehe Ignaz Mitteregger, einen Sohn eines Fleischermeisters aus Anger. Seit dieser Zeit gab es eine Fleischhauerei am Weizberg.
1856
Johann Trummer ersteigert den „Neuwirth“ 1856 und führt ihn mit seiner Frau Anna.
1877
Mit der Hochzeit am 10. Feber 1877 des Sohnes Johann Trummer und Maria Prinz, einer Wirtstochter aus St. Ruprecht an der Raab wird das Gasthaus, die Fleischhauerei und die Landwirtschaft übergeben. Da die Ehe kinderlos bleibt, wird Aloisia Prattes, die Tochter des Schuhmachers aus Weiz und seiner Gattin Juliana, geb. Wurzinger aufgenommen.
1911
Aloisia Prattes heiratet 1911 Johann Ederer, den ältesten Sohn des Harlbauers in Leska.
Seitdem wird der Gasthof in vierter Generation von der Famile Ederer geführt.
1940 Heirat Johann Ederer und Christine Wünscher
Erst nach dem 2. Weltkrieg kam es am Weizberg durch Johann Ederer und seiner
Frau Christine, geb. Wünscher zu mehrmaligen großen baulichen Veränderungen.
Zuerst gab es einen neuen Küchenzubau, einige neue „Fremdenzimmer“ und die
Verlegung der Fleischerei in neue Räumlichkeiten. Durch den folgerichtigen
Ausbau von Beherbergungszimmern mit Komfortqualität riss die Bautätigkeit nie
ab. So wurden später auch die alten Stallgebäude abgerissen und weiter entfernt
neu gebaut. Der dadurch gewonnene Raum schaffte Platz für einen unterkellerten
Saalbau, der gleichzeitig auch eine nochmalige Verlegung und Erneuerung der
Betriebsräume der Fleischerei nach sich zog. Die ehemalige Pilgerherberge wurde
zu einem Leitbetrieb der Region.
1968 Heirat Josef Ederer und Margareta, geb. Rosenbaum
Unter Josef Ederer und Margarete, geb. Rosenbaum wurde der traditionelle Gasthof unter Wahrung der gewachsenen Traditionen zu einem beliebten Seminarhotel mit Schwimmbad umgebaut und gründlich erneuert.
2000 Heirat Reinhard Ederer und Petra, geb. Glatz
Mit der Einbindung des angrenzenden Gasthofs und eines architektonisch anspruchsvollen Umbaus prägen Reinhard Ederer und Petra, geb. Glatz die jüngste Geschichte des Weizer Traditionshauses.



